Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Als wachsendes Unternehmen steigt zugleich die Zahl unserer Betriebsstätten und der eingesetzten Fahrzeuge. Hier steht Transgourmet vor der Herausforderung, die Emissionen und den Verbrauch trotzdem zu verringern und die Energieeffizienz weiter zu steigern.

Im Bereich Logistik gelingt uns dies mit vielfältigen Maßnahmen im Bereich Flottenmanagement, Fahrsicherheit und durch das Testen von innovativen Mobilitätslösungen. Unsere Ziele und Maßnahmen sind in einer eigenen Richtlinie für nachhaltige Logistik verankert. Worauf wir besonders stolz sind: Für unsere ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie wurden wir mit dem Nachhaltigkeitspreis Logistik 2020 der Bundesvereinigung Logistik (BVL) Österreich und Deutschland ausgezeichnet. Hier geht es zur Pressemeldung.

Bei unseren Neu- und Umbauten setzen wir hohe Nachhaltigkeitsstandards um und betreiben professionelles Energiemanagement nach ISO 50001.

Logistik und Mobilität

Unsere Transgourmet-Fahrzeuge sind auf dem neuesten technischen Stand. Transgourmet Deutschland ersetzt jährlich mindestens 10 Prozent der Fahrzeugflotte durch ausschließlich Neufahrzeuge mit der jeweils aktuellsten Abgasnorm und ist dadurch in der Lage, das Durchschnittsalter der Lkw bei ca. 4,5 Jahren konstant zu halten. Alle Neuanschaffungen müssen mindestens die Euro-6-Norm erfüllen. So wird die komplette Fahrzeugflotte ab dem Jahr 2023 mindestens auf Euro-6-Norm oder besser umgestellt sein.

Zahlreiche  weitere Maßnahmen sorgen für Emissionseinsparungen und mehr Ressourceneffizienz innerhalb unserer Fahrzeugflotte: Von der Vorgabe, systematisch 18-Tonner durch 16-Tonnern mit einer reduzierten Gesamthöhe von 3,50 m zu ersetzen - das mindert den Kraftstoffverbrauch und spart aufgrund von Tourenoptimierungen Fahrtstrecke ein -, über die Drosselung aller  Lkw auf 82 km/h bis hin zum "Reifen-Mehrleben-Konzept", mit dessen Hilfe abgenutzte Lkw-Reifen nicht gleich auf dem Müll landen, sondern bis zu zweimal eine Runderneuerung und damit ein zweites und drittes Leben erhalten. Ein weiterer Weg, um wertvolle natürliche Ressourcen einzusparen.


Auch eine möglichst leise Fahrzeugflotte ist uns ein wichtiges Anliegen. Unsere Lkws sind bereits heute geräuscharm auf Tour – zum Beispiel mithilfe der elektrischen Kühlung, die wir als erstes Unternehmen seit 2017 in unsere neuen Fahrzeuge einbauen. Durch diese Maßnahme sparen wir ebenfalls rund 10 % Treibstoff ein.

Alle Maßnahmen zur Erreichung unserer Ziele haben wir in unserer Richtlinie Nachhaltige Logistik festgeschrieben. Diese entwickeln wir kontinuierlich weiter.

Die momentanen Entwicklungen im Bereich "Alternative Antriebstechnologien" begleiten wir aktiv. So setzen wir seit 2018 insbesondere auf Erdgas. Aktuell befinden sich 15 mit komprimiertem Erdgas (CNG) angetriebene LKW mit bis zu 400 Kilometer Reichweite an drei Standorten im Einsatz. Sie sind extrem leise und deshalb besonders für den frühmorgendlichen Einsatz in Innenstädten geeignet, stoßen weniger CO2, Feinstaub und 60 Prozent weniger Stickoxide aus.

Statt Erdgas testen wir am Standort Hildesheim auch die Betankung unserer fünf CNG-LKW mit biogen produziertem Gas. Weitere Standorte werden aufgeschaltet. Im Vergleich zur Diesel-Variante reduzieren wir so unsere CO2-Emissionen um rund 75 Prozent.  Für unsere CNG-Nutzfahrzeuge  haben wir im Jahr 2019 bereits  mehr als 27 Tonnen Biomethan bezogen und damit  mehr als 97 Tonnen CO₂ eingespart.

Auf urbanen Kurzstrecken setzen wir auch vollelektrische LKW und Transporter ein. In Berlin nutzen wir seit 2017 für Entfernungen von bis zu 60 Kilometern Länge einen E-LKW - der übrigens zu 100 % CO₂-neutral aufgeladen wird, da der Standort Berlin Ökostrom bezieht und selbst Strom durch eine Fotovoltaikanlage erzeugt. Außerdem haben wir insgesamt drei Streetscooter für die Standorte Berlin und Stuttgart beschafft. Auf der „letzten Meile“ kommen in Ballungszen­tren Lastenräder zum Einsatz. Sie transportieren Ware mit einem durchschnittlichen Gewicht von 90 Kilogramm an unsere Gastronomiekunden in Hamburg, Hannover, Frankfurt, Mainz, Wiesba­den, Mannheim, Stuttgart, Tübingen, Ulm und München.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns aktiv mit weiteren zukunftsfähigenTechnologien: So ist Transgourmet Deutschland seit Oktober 2020 Mitglied des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV). Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. ist die Dachorganisation all jener in Deutschland, die sich für den allgemeinen Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Wirtschaft einsetzen und dafür, dass Wasserstoff aus regenerativen Energien – für eine nachhaltige Energiewirtschaft – erzeugt wird. 

Die Gesundheit unserer Fahrer und der weiteren Verkehrsteilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen. Deswegen investiert Transgourmet seit Jahren in moderne Sicherheitstechnik. 2017 wurden zum Beispiel 300 Lkws mit dem kamerabasierten Unfallpräventionssystem von Mobileye nachgerüstet, das dem Kraftfahrer potenzielle Gefahrensituationen signalisiert. So kann er rechtzeitig reagieren und Unfälle vermeiden. 

Wir sind Sicherheitspartner des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bei der „Aktion Abbiegeassistent“.  Die Ausstattung unserer Lkws beinhaltet Rückfahrkameras (Standard) und es findet eine sukzessive Aufrüstung mit Abbiegekameras für höchste Sicherheit im Straßenverkehr statt, sodass auch der tote Winkel einsehbar ist.

 

Seit 2015 schulen wir unsere Berufskraftfahrer in unserer Truck Akademie regelmäßig und verpflichtend hinsichtlich einer vorausschauenden und spritsparenden Fahrweise. Wir setzen unseren Fahrern konkrete Ziele für die Senkung des Spritverbrauchs – und belohnen die Erreichung zum Beispiel durch gemeinsame Teamausflüge. Mithilfe von Schulungen sind Unfälle ebenfalls deutlich zurückgegangen. In unserer Truck Akademie bieten wir außerdem die für Berufskraftfahrer gesetzlich vorgeschriebene Fahrerschulung kostenlos an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Energie und Klima

Das Klima zu schützen, heißt, sparsamer und effizienter mit Energie umzugehen. Seit September 2018 ist Transgourmet mit dem Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Durch das Managementsystem verpflichten wir uns zu einem effizienten und ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Ziel ist es, den spezifischen Energieverbrauch kontinuierlich zu senken, vorhandene Potenziale in unseren Prozessen aufzudecken und diese stetig zu optimieren.  

Deshalb setzen wir modernste Technik ein, sensibilisieren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und betreiben professionelles Energiemanagement. Für die Beleuchtung setzen wir auf automatische Lichtsteuerung und energiesparende LED-Beleuchtung. Bei der Kälteerzeugung nutzen wir innovative Technologien wie eine automatische Temperatursteuerung und energiesparende Verdunstungskondensatoren. Als Kühlmittel verwenden wir Ammoniak und CO₂ anstelle des klimaschädlichen FCKWs.

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Transgourmet nutzt Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft. Zudem haben wir an vielen Standorten eigene Fotovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke. Zählen wir alle Solaranlagen der Transgourmet-Standorte zusammen, erzeugen wir auf diese Weise fast vier Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von etwa 950 Vier-Personen-Haushalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauen und Wasser

Bei unseren Neu- und Umbauten berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsstandards. So setzen wir ressourcenschonende Baumaterialien wie recycelten Beton ein, achten auf hochgradige Gebäudeisolierung und nutzen die Wärmerückgewinnung vollständig aus. Eine intelligente Steuerungstechnik für Wärme, Heizung und Lüftung steigert die Energieeffizienz unserer Gebäude.

In unserer Zentrale in Riedstadt wurden Dach-, Wand- und Fußbodenflächen um mehr als 30 % stärker gedämmt als von der aktuellen gesetzlichen Energiesparverordnung (EnEV) gefordert. Somit sparen wir Energie – beim Heizen und beim Kühlen. Mit großen Außenfenstern im Lagerbereich und lichtdurchlässigen Dachkuppeln nutzen wir das Tageslicht weitestgehend aus.

Wir gehen nachhaltig mit Wasser um – zum Beispiel mit Regenwasser. Dieses setzen wir für jede Gelegenheit ein, etwa für Toiletten oder benachbarte Autowaschanlagen. Oder wir sammeln es in Versickerungsteichen wie zum Beispiel in unserer Zentrale in Riedstadt, wo wir es von den Dächern und Hofflächen durch spezielle „belebte Bodenschichten“ leiten und dann ins Grundwasser versickern lassen. Das Regenwasser von den Lkw-Verkehrsflächen wird zusätzlich mechanisch vorgeklärt. Der Betriebsstandort benötigt – dank ökologischer Regenwasserversickerung – somit keinen Regenwasseranschluss an das öffentliche Kanalnetz. 

Wo möglich, nutzen wir Dachbegrünung. Bereits 50 % unserer Selgros-Märkte haben begrünte Dächer. Damit reduzieren wir das abzuleitende Regenwasser.

 

 

 

 

 

Abfall und Lebensmittelverschwendung

In der Logistik und im Lebensmittelhandel sind Verpackungen unerlässlich – dabei entstehen leider auch größere Mengen an Abfällen. Die damit verbundenen Probleme sind uns sehr bewusst, daher arbeiten wir aktiv an innovativen, sicheren und nachhaltigen Lösungen.

Gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern setzen wir Maßnahmen um, mit denen wir Verpackungen innerhalb der Wertschöpfungskette reduzieren, und gestalten die Transporte möglichst emissionsarm. Beispielsweise nutzen wir wiederverwendbare Transportsicherungen und im Bereich Belieferung Mehrweg-Transportsysteme wie Rollcontainer.

An unseren Standorten nutzen wir Recyclingpapier und haben die Mülltrennung optimiert. Wo möglich, nutzen wir klimaneutralen Druck sowie FSC- bzw. PEFC-zertifiziertes Papier für unsere Unternehmenspublikationen, u. a. für alle TG-Werbungen.

 

Transgourmet Deutschland ist Mitglied des Dialogforums Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und verpflichtet sich damit zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln, zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung und zu mehr Klimaschutz. Ein aktueller Zwischenbericht zur Arbeit des Dialogforums steht hier zum Download bereit. Transgourmet beschäftigt sich schon lange auf verschiedenen Wegen mit der Reduzierung von Lebensmittelabfällen und ist Gründungsmitglied des globalen Aktionsbündnisses United Against Waste, das im gesamten Foodservicemarkt die Lebensmittelverschwendung aktiv bekämpft. Als Lebensmittelhändler und Partner der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung geben wir unsere Kompetenz bei Küchenplanung und Prozessoptimierung an unsere Kunden weiter, etwa durch unser Seminar „Abfallmanagement – Lebensmittelabfälle vermeiden und Geld sparen“ oder durch den „MenüManager“, ein von uns entwickeltes Tool für die Menüplanung.

Auch im Rahmen unserer eigenen Prozesse versuchen wir, Abfallmengen zu reduzieren und Müll zu vermeiden. Wir setzen intelligente Warenwirtschaftssysteme ein, um den Anteil nicht mehr verkäuflicher Ware kontinuierlich zu minimieren. Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich, aber noch essbar sind, werden an Organisationen wie die Tafel oder an Zoos gespendet.