Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Als wachsendes Unternehmen steigt zugleich die Zahl unserer Betriebsstätten und der eingesetzten Fahrzeuge. Hier steht Transgourmet vor der Herausforderung, die Emissionen und den Verbrauch trotzdem zu verringern und die Energieeffizienz weiter zu steigern. Dies gelingt uns mit vielfältigen Maßnahmen im Bereich Flottenmanagement, Fahrsicherheit und durch das Testen von innovativen Mobilitätslösungen. Unsere Ziele und Maßnahmen sind in einer eigenen Richtlinie für nachhaltige Logistik verankert. Bei unseren Neu- und Umbauten setzen wir Nachhaltigkeitsstandards um und betreiben professionelles Energiemanagement nach ISO 50001.

Logistik und Mobilität

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Unsere Transgourmet-Fahrzeuge sind auf dem neuesten technischen Stand. Lkws und Pkws mit hohem Verbrauch und hoher Schadstoffklasse ersetzen wir beständig durch Neufahrzeuge. Zudem ist die Lkw-Flotte seit fast zehn Jahren auf 82 km/h gedrosselt. Langfristig streben wir an, möglichst schadstoffarme und sparsame Lkws im Fuhrpark sicherzustellen. Bereits jetzt weisen unsere Lkws mindestens Euro-5-Norm auf.
Unsere Lkws sind bereits heute geräuscharm auf Tour – zum Beispiel mithilfe der elektrischen Kühlung, die wir als erstes Unternehmen seit 2017 in unsere neuen Fahrzeuge einbauen. Durch diese Maßnahme sparen wir ebenfalls rund 10 % Treibstoff ein.Die Maßnahmen zur Erreichung unserer Ziele haben wir in unserer Richtlinie Nachhaltige Logistik festgeschrieben. Diese entwickeln wir kontinuierlich weiter.

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Unser Berliner Fuhrpark setzt seit 2017 einen Elektro-Lkw ein – mit besten Erfahrungen. Und er ist nicht nur besonders leise. Da der Standort Berlin Ökostrom bezieht und selbst Strom durch eine Fotovoltaikanlage erzeugt, wird der E-Lkw auch zu 100 % CO₂-neutral aufgeladen. Außerdem wollen wir mit der Anschaffung die Lärmbelastung reduzieren: Ein E-Lkw emittiert mit ca. 50 Dezibel weit weniger Lärm als ein  vergleichbar großer Diesel-Lkw, der 74 Dezibel Lärmbelastung erzeugt. 

Im Juli 2018 haben wir unsere Flotte um zehn mit Erdgas (CNG) betriebene Lkws aufgestockt. Sie produzieren weniger Feinstaub, Stickoxide und CO₂-Emissionen als moderne Euro-5-Dieselfahrzeuge. Der Gasantrieb ist nicht nur klimaschonender und schadstoffärmer, sondern auch deutlich leiser. Darüber hinaus testen wir weitere zukunftsfähige Technologien.

Die Gesundheit unserer Fahrer und der weiteren Verkehrsteilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen. Deswegen investiert Transgourmet seit Jahren in moderne Sicherheitstechnik. 2017 wurden zum Beispiel 300 Lkws mit dem kamerabasierten Unfallpräventionssystem von Mobileye nachgerüstet, das dem Kraftfahrer potenzielle Gefahrensituationen signalisiert. So kann er rechtzeitig reagieren und Unfälle vermeiden. 

Wir sind Sicherheitspartner des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bei der „Aktion Abbiegeassistent“.  Die Ausstattung unserer Lkws beinhaltet Rückfahrkameras (Standard) und es findet eine sukzessive Aufrüstung mit Abbiegekameras für höchste Sicherheit im Straßenverkehr statt, sodass auch der tote Winkel einsehbar ist.

 

Seit 2015 schulen wir unsere Berufskraftfahrer in unserer Truck Akademie regelmäßig und verpflichtend hinsichtlich einer vorausschauenden und spritsparenden Fahrweise. Wir setzen unseren Fahrern konkrete Ziele für die Senkung des Spritverbrauchs – und belohnen die Erreichung zum Beispiel durch gemeinsame Teamausflüge. Mithilfe von Schulungen sind Unfälle ebenfalls deutlich zurückgegangen. In unserer Truck Akademie bieten wir außerdem die für Berufskraftfahrer gesetzlich vorgeschriebene Fahrerschulung kostenlos an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Energie und Klima

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Das Klima zu schützen, heißt, sparsamer und effizienter mit Energie umzugehen. Seit September 2018 ist Transgourmet mit dem Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Durch das Managementsystem verpflichten wir uns zu einem effizienten und ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Ziel ist es, den spezifischen Energieverbrauch kontinuierlich zu senken, vorhandene Potenziale in unseren Prozessen aufzudecken und diese stetig zu optimieren.  

Deshalb setzen wir modernste Technik ein, sensibilisieren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und betreiben professionelles Energiemanagement. Für die Beleuchtung setzen wir auf automatische Lichtsteuerung und energiesparende LED-Beleuchtung. Bei der Kälteerzeugung nutzen wir innovative Technologien wie eine automatische Temperatursteuerung und energiesparende Verdunstungskondensatoren. Als Kühlmittel verwenden wir Ammoniak und CO₂ anstelle des klimaschädlichen FCKWs.

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Transgourmet nutzt Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft. Zudem haben wir an vielen Standorten eigene Fotovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke. Zählen wir alle Solaranlagen der Transgourmet-Standorte zusammen, erzeugen wir auf diese Weise fast vier Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von etwa 950 Vier-Personen-Haushalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauen und Wasser

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Bei unseren Neu- und Umbauten berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsstandards. So setzen wir ressourcenschonende Baumaterialien wie recycelten Beton ein, achten auf hochgradige Gebäudeisolierung und nutzen die Wärmerückgewinnung vollständig aus. Eine intelligente Steuerungstechnik für Wärme, Heizung und Lüftung steigert die Energieeffizienz unserer Gebäude.

In unserer Zentrale in Riedstadt wurden Dach-, Wand- und Fußbodenflächen um mehr als 30 % stärker gedämmt als von der aktuellen gesetzlichen Energiesparverordnung (EnEV) gefordert. Somit sparen wir Energie – beim Heizen und beim Kühlen. Mit großen Außenfenstern im Lagerbereich und lichtdurchlässigen Dachkuppeln nutzen wir das Tageslicht weitestgehend aus.

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Wir gehen nachhaltig mit Wasser um – zum Beispiel mit Regenwasser. Dieses setzen wir für jede Gelegenheit ein, etwa für Toiletten oder benachbarte Autowaschanlagen. Oder wir sammeln es in Versickerungsteichen wie zum Beispiel in unserer Zentrale in Riedstadt, wo wir es von den Dächern und Hofflächen durch spezielle „belebte Bodenschichten“ leiten und dann ins Grundwasser versickern lassen. Das Regenwasser von den Lkw-Verkehrsflächen wird zusätzlich mechanisch vorgeklärt. Der Betriebsstandort benötigt – dank ökologischer Regenwasserversickerung – somit keinen Regenwasseranschluss an das öffentliche Kanalnetz. 

Wo möglich, nutzen wir Dachbegrünung. Bereits 50 % unserer Selgros-Märkte haben begrünte Dächer. Damit reduzieren wir das abzuleitende Regenwasser.

 

 

 

 

 

Abfall und Lebensmittelverschwendung

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In der Logistik und im Lebensmittelhandel sind Verpackungen unerlässlich – dabei entstehen auch größere Mengen an Abfällen. Mit einer Abfallverwertungsquote von 85,4 % leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Recycling. Dabei sind wir ständig auf der Suche nach innovativen, sicheren und nachhaltigen Lösungen.

Zum Beispiel beim Recycling von Leergut in den Selgros-Märkten: In Berlin-Lichtenberg wird das Leergut direkt im Markt geschreddert. Das braucht weniger Platz und spart hinsichtlich des Transports. An unseren Standorten nutzen wir Recyclingpapier und haben die Mülltrennung optimiert. Außerdem setzen wir für den Transport unserer Ware eine wiederverwendbare robuste Rollcontainersicherung ein.

Transgourmet beschäftigt sich schon lange auf verschiedenen Wegen mit der Reduzierung von Lebensmittelabfällen und ist Gründungsmitglied des globalen Aktionsbündnisses United Against Waste, das im gesamten Foodservicemarkt die Lebensmittelverschwendung aktiv bekämpft. Als Lebensmittelhändler und Partner der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung geben wir unsere Kompetenz bei Küchenplanung und Prozessoptimierung an unsere Kunden weiter, etwa durch unser Seminar „Abfallmanagement – Lebensmittelabfälle vermeiden und Geld sparen“ oder durch den „MenüManager“, ein von uns entwickeltes Tool für die Menüplanung.

Auch im Rahmen unserer eigenen Prozesse versuchen wir, Abfallmengen zu reduzieren und Müll zu vermeiden. Wir setzen intelligente Warenwirtschaftssysteme ein, um den Anteil nicht mehr verkäuflicher Ware kontinuierlich zu minimieren. Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich, aber noch essbar sind, werden an Organisationen wie die Tafel oder an Zoos gespendet.